Projektbeschreibung

Frauen um Kirchner

Zeichnung·Graphik·Fotografie

Ausstellung vom 22. Oktober 2016 bis 22. Januar 2017

Ab dem 22. Oktober 2016 zeigt das KirchnerHAUS Aschaffenburg 50 besondere und selten gezeigte Werke Ernst Ludwig Kirchners rund um das Thema „Frau“. Darunter Zeichnungen, Holzschnitte, Lithografien und Fotografien zum Thema der Weiblichkeit und der Umsetzung durch Kirchner.

Ernst Ludwig Kirchners künstlerisches Werk ist von einer großen thematischen Fülle gekenn- zeichnet. Besonders intensiv war seine künstlerische Auseinandersetzung mit der Darstellung von Mädchen und Frauen: unabhängig, ob er sie nur im Vorübergehen wahrnahm, ob sie für ihn als Modelle agierten, sein Leben für eine kurze Wegstrecke kreuzten oder für einen langen Zeitraum begleiteten.

Die Ausstellung im KirchnerHAUS Aschaffenburg nimmt sich dieses Themas an und gibt an- hand von etwa 50 Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien, aber auch fotografischen Frauen-Bildnissen, die Kirchner als eigenständige künstlerische Leistung schuf, einen Über- blick über diesen zentralen Aspekt in seinem Leben und Werk.

Mit Leihgaben aus den Graphischen Sammlungen der Museen in Darmstadt, Frankfurt, Halle, Kassel und Aschaffenburg sowie exzellenten Privatsammlungen aus Deutschland und der Schweiz ist die Ausstellung hochkarätig bestückt.

Aus deutschem Privatbesitz stammt die herausragende Zeichnung, die das legendäre Modell „Fränzi“ in inniger Umarmung mit seiner Katze widergibt. In einer anderen außergewöhnlichen Zeichnung erfasst Kirchner sein Lieblingsmodell der Dresdner Jahre, „Dodo“, einfühlsam in der intimen Situation des Schlafes.

Einige Exponate werden erstmals öffentlich gezeigt wie z.B. Kirchners Porträts der Hausdame Esther Hanfler im Wildbodenhaus in Davos. Mit dem Porträt von Elisabeth Hembus aus dem Jahr 1930 präsentiert das Museum Moritzburg in Halle aus der Sammlung Gerlinger die wohl großformatigste Porträt-Zeichnung aus Kirchners gesamtem Oeuvre.

Mit der Auswahl solcher erstklassigen Arbeiten entstand ein konziser Überblick zu dem für Kirchners Werk existentiellen Bereich seiner Darstellung der Frau im Wandel von den frühen „Brücke“-Jahren bis zu seinem Spätwerk in den 1930er Jahren in Davos.

Katalog zur Ausstellung

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Am 22.10.16 erscheint der Katalog zur Ausstellung: „Frauen um Kirchner – Zeichnung·Graphik·Fotografie“. Darin werden sämtliche Exponate mit begleitenden Bildtexten vorgestellt. Auch sind Textbeiträgen von Prof. Dr. Dr. Gerd Presler und Dr. Thorsten Sadowsky, Direktor des Kirchner-Museums Davos darin enthalten.

 

 

 

 

 

 

Fränzi Sammlung Strenger-3

„Frauen. Sie trieben ihn in die Varietés, die Kabaretts, Kneipen, Kaschemmen und kleinen Bühnen… Sie zogen ihn magisch an, wenn er skizzierend durch die hektischen Straßen stürmte … Sie erregten, fas- zinierten ihn sein ganzes Künstlerleben lang, führten und verführten ihn zu immer neuen Formen und Formulierungen.“ (Gerd Presler)

Aus der Presse:

Süddeutsche Zeitung: Ausstellung Musen und Modelle

http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-maler-und-modell-1.3238171

 

Öffnungszeiten

Dienstag, Donnerstag, Freitag von 14:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Mittwoch von 16.00 Uhr bis 19:00 Uhr

Samstag und Sonntag von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Vom 24.12.2016 bis 01.01.2017  ist das KirchnerHAUS geschlossen.

Am Sonntag den 06.11.2016  und 13.11.2016 ist die Ausstellung erst ab 14:00 Uhr geöffnet.

Weitere Öffnungszeiten und Führungen sind nach Vereinbarung möglich unter info@kirchnerhaus.de

Preise

Eintritt: 5,00 €

Ermäßigter Eintritt 3,00 €

Für Schüler ab 16 Jahren und Studenten (mit Ausweis) sowie Menschen mit Behindertenausweis; Freier Eintritt für Mitglieder des KirchnerHAUS-Vereins sowie Schüler bis einschließlich 15. Jahre und Schulklassen.

Führungsgebühr: 4,50€ + Eintritt.

Für Mitglieder Führungsgebühr frei.

Vortragsgebühr: 5,00€

Für Mitglieder ist die Vortragsgebühr frei.

Begleitprogramm:

Vorträge

Freitag, 28.10. 2016, 18:30 Uhr

Prof. Hermann Gerlinger:

„Kirchners Modelle im Kreis der «Brücke»“

Der große «Brücke»- Kenner und – Sammler spricht über künstlerische Ziele Kirchners und seiner «Brücke»-Freunde, die sich auch in der Wahl gemeinsamer Modell äußerte: Nelly als Inbild von Exotik, Fränzi als Ausdruck kindlicher Unverstelltheit und Marcella als Metapher aufblühender Weiblichkeit.

Donnerstag, 01.12. 2016, 19:00 Uhr

Dr. Dr. Bernd Wengler:

„E.L. Kirchner und seine Mutter: Eine Achterbahn der Gefühle“

„Frau um Kirchner“ war auch seine Mutter. Der Psychoanalytiker und Kunsthistoriker geht diesem bisher noch nicht untersuchten, ambivalenten Mutter-Sohn-Verhältnis nach, das von Ernst Ludwigs Seite zwischen tiefer Sohnesliebe und Ablehnung schwankte.

Führungen:

Sonntags um 15:00 Uhr

Anne Hundhausen:

30.10. und 11.12.2016, 08.01. und 22.01.2017

Experten-Führungen:

Dr. Dr. Bernd Wengler:

20.11. und 27.11.2016, 15.01.2017

Kuratoren-Führungen:

Dr. Brigitte Schad:

06.11. und 13.11.2016

Anfahrt und Parken

Das Kirchner-Geburtshaus befindet sich in der Ludwigstraße 19 in Aschaffenburg vis-à-vis vom Hauptbahnhof und vom Busbahnhof. Eine Anfahrtskizze finden

Sie in der linken Spalte auf dieser Seite unter dem Punkt “KirchnerHAUS”.

Parkmöglichkeiten sind im gegenüberliegenden Parkhaus reichlich vorhanden.