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Originale aus Privatbesitz in Kirchners Geburtshaus

Ausstellung vom 2. Oktober bis 20. Dezember 2015

Erstmals seit seiner Gründung im Juli 2011 präsentiert der Verein KirchnerHAUS Aschaffenburg im Geburtshaus von Ernst Ludwig Kirchner  Kirchner-Originale aus hochrangigen Privatsammlungen. Es werden etwa 40 seltene und teilweise noch nie gezeigte Zeichnungen, Aquarelle und druckgraphische Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen des Künstlers zu sehen sein. Beginnend mit den “Brücke”-Jahren in Dresden und Berlin, gefolgt von der Zeit des Ersten Weltkriegs und den darauf folgenden zwei Jahrzehnten in der Schweiz. Damit wird ein Überblick über die wesentlichen Schaffensperioden Kirchners gegeben. Die Exponate stammen aus der “Brücke”-Sammlung Hermann Gerlingers sowie drei weiteren  Privatsammlungen.

Katalog zur Ausstellung

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Am 16. 12.2015 erscheint der Katalog zur Ausstellung: „Kirchner im Kirchnerhaus. Originale aus Privatbesitz in seinem Geburtshaus“. Darin werden sämtliche Exponate mit begleitenden Bildtexten vorgestellt. Vorwort: Dr. Brigitte Schad. Der Katalog entstand in Zusammenarbeit mit „Ductus. Das Büro für Kunst und Kultur“, Koblenz.

Verkaufspreis: 11,90 €  (für Vereinsmitglieder 9,50 €).

Presse

Radio

Quelle: Mitschnitt, Bayerischer Rundfunk

Galerie

Zwei nackte Mädchen

Kirchners absolutes Lieblingsthema der „Brücke“-Jahre in Dresden und Berlin sind die Aktdarstellungen. Dabei kommt es auch innerhalb dieses Sujets zu Stilwandlungen, die eine Datierung erleichtern. So wandeln sich die weichen Rundungen der weibli-chen Körper (um 1907/08) zu den eckigeren Formen der Zeit um 1910/11. Seit dem Umzug nach Berlin werden die Körperformen zusehends länger, die Gesichter spitzer, bei gleichzeitig furioser Strichführung. Dies versinnbildlicht sehr schön die vorliegen-de Aktzeichnung im Berliner Atelier, welche eine der Dargestellten bei der Körper-pflege darstellt – ein sehr beliebtes Motiv bei Kirchner.

Zwei nackte Mädchen
1912-1914, Bleistiftzeichnung
46,7 x 42,6 cm
Sammlung E.W.K., Bern/Davos

Das Wildbodenhaus

Kirchner lebte seit 1917/18 in der Schweiz in einfachen Bauernhäusern. Die meisten Jahre – bis zu seinem Tod 1938 – verbrachte er mit Erna Kirchner im Haus zum Wildboden. Er fotografierte es häufig, weil es den Hintergrund für seine Skulpturen bildete; Aquarelle hingegen sind nur wenige bekannt. Dieses von 1924/25 zeigt die Süd-Ost-Seite des Hauses, mit dem von Erna Kirchner betreuten Blumen- und Obstgarten davor. Links die Kirche von Frauenkirch.

Das Wildbodenhaus
1924-25, Aquarell über Vorzeichnung aus Kohle
34 x 48,4 cm
Sammlung E.W.K.,
Bern/Davos